#fakefameZH - Verträge sind verbindlich!

Eine Kampagne der Stadtpolizei Zürich und der OJA Offene Jugendarbeit Zürich

Zusammen mit der Fachbereich Prävention der Stadtpolizei Zürich haben wir ein aktuelles Thema aufgegriffen. Auslöser für diese Präventions-Kampagne ist eine Art von Betrug, der vornehmlich junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren zum Opfer fallen. Sie werden überredet, mehrere Mobilfunkverträge abzuschliessen, die sie sich eigentlich gar nicht leisten können. Die auf diese Art scheinbar gratis erhaltenen Handys und Tablets verkaufen die Jugendlichen für mehrere hundert bis zu tausend Franken an die Täterschaft. Die Täterschaft gibt dann vor, die Verträge auf sich zu überschreiben, kommt dem Versprechen aber nicht nach. Die Jungen bleiben dann auf den Vertragskosten sitzen. Diese können bei 10 Abos gut und gerne bis zu 2000 Franken pro Monat betragen. Bis zum Ablauf der in der Regel 24 Monate dauernden Abos sind demnach bis zu 50’000 Franken geschuldet.

Darum gilt für Vertäge: Unterschreib mit Hirn!

Hol dir Hilfe und sprich darüber

Solltest du selber oder Menschen in deinem Umfeld Opfer eines solchen Betrugs geworden sein, dann melde dich bei der Polizei. Wenn du Opfer eines Betrugs wurdest und dir nun finanzielle Schwierigkeiten drohen, dann findest du hier verschiedene Beratungsstellen, die dir weiterhelfen. Wichtig ist, dass du dir Hilfe holst und dich jemandem anvertraust.

Info Merkblatt

Das Merkblatt gibt dir eine Übersicht wie du vorgehen kannst, solltest du Opfer eines Betrugs werden. Zudem beinhaltet die Broschüre, ein Auswahl an weiterführenden Links zum Thema. Die Broschüre dient als Überblick und kann heruntergeladen werden.

Was macht die Polizei?
Die Polizei nimmt deine Anzeige entgegen. Nur so kann die Täterschaft gestoppt werden und du kannst als Zivilkläger auftreten und Schadenersatz fordern oder Ansprüche geltend machen. Zudem kann dich die Polizei an weitere Stellen verweisen, die weiterhelfen können.

Was macht das Betreibungsamt?
Wenn die Betreibung erst einmal eingeleitet ist, gilt es, sich dieser zu stellen. Der Betreibungsinspektor des Kantons Zürich empfiehlt: «Kooperation mit dem Betreibungsamt verringert meist die Kosten! Reagiere also umgehend auf Post vom Betreibungsamt.»

Was macht die Schuldenberatung?
Sie sind Fachleute, wenn es um die Themen Geld, Budgetberatung und Schulden geht. Sie bieten dir professionelle telefonische und mündliche Beratung bei Schuldenfragen an.

Was macht die Schuldenprävention?
Die steigende Jugendverschuldung zeigt, dass Schuldenprävention sehr wichtig ist. Bisher zeigten die Betreibungsbeamten an Veranstaltungen in Schulklassen der dritten Oberstufe auf, wie in Geldangelegenheiten vorzugehen ist, bevor die Schuldenfalle zuschnappt. Einer der Leitsprüche der Schuldenprävention lautet: «Gäld isch nöd gratis.»

Was macht die Offene Jugendarbeit?
Die «Offene Jugendarbeit» spürt den Puls der Jugendlichen,die kurz vor dem Erwachsenenleben stehen. Sie fördert selbstkritisches und unterstützt eigenkompetentes Handeln in vielen Lebensbereichen. Giacomo Dallo, Geschäftsführer der OJA Zürich sagt: «Wenn junge Menschen mit hohen Schulden ins Erwachsenenleben starten, erholen sie sich oft ihr ganzes Leben lang nicht davon.»