Der Übergang von Schule zu Beruf stellt bekanntlich einige Herausforderungen an Jugendliche und junge Erwachsene. Eltern sind die wichtigsten Ansprechpersonen für Jugendliche in dieser Phase, doch auch für sie ist längst nicht immer alles klar. Der Verein S.E.S.J. («Starke Eltern – Starke Jugend») unterstützt darum gezielt Eltern, die sich mit dem Übergang von Schule zu Beruf auseinandersetzen.

Gegen Ende der obligatorischen Schulzeit stehen Jugendliche vor der Aufgabe, ihren eigenen Weg in die Berufswelt und generell in das Erwachsenenleben zu finden. Angepasst an die individuellen Bedürfnisse und Ressourcen der Jugendlichen bietet das schweizerische Berufsbildungssystem hierzu eine Vielfalt an verschiedenen Optionen.

Diese Vielfalt erfordert jedoch einiges an Klärung: Soll es eine Lehre sein und wenn ja, welche der rund 250 Berufsausbildungen? Passt ein Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ) oder ein Berufsattest (EBA) besser, soll allenfalls eine Handels- (HMS) oder Fachmittelschule (FMS) besucht werden, das Gymnasium, oder zuerst einfach mal ein Berufsvorbereitungsjahr (BVJ)? Die Jugendlichen werden bei diesen Fragen von ihren Lehrkräften und Laufbahnberater*innen des LBZ begleitet und beraten.

Die wichtigsten Ansprechpersonen in dieser Phase bleiben jedoch die Eltern. Viele der Fragen, welche sich den Jugendlichen stellen, betreffen somit auch die Eltern – und stellen diese bisweilen vor ähnliche Herausforderungen. Hier setzt der Verein S.E.S.J. an, indem er davon ausgeht: Starke Eltern – Starke Jugend. S.E.S.J. bietet Beratung, Information und Begleitung für Eltern, damit diese ihr Kind beim Übergang von der Schule zum Beruf erfolgreich unterstützen können. Zudem führt S.E.S.J. Veranstaltungen in ausländischen Vereinen, im Elternvereinen der Quartiere, in Wohnsiedlungen und Wohngenossenschaften durch, um diesem Informationsbedürfnis Rechnung zu tragen.

Typische Themen und Fragestellungen, welchen sich S.E.S.J. annimmt, sind: Wo findet mein Kind Lehrstellen? Was kann mein Kind tun, wenn es die Ausbildung abbricht? Wie funktioniert das Schul- und Berufsbildungssystem der Schweiz? Welche Angebote gibt es für Jugendliche ohne Anschlusslösung? Wie kann ich mein Kind in diesem Übergang von Schule zu Beruf unterstützen?

Die Angebote von S.E.S.J. sind mehrsprachig – wo notwendig, werden Übersetzer*innen zugezogen – und kostenlos. S.E.S.J. arbeitet eng mit lokalen Fachstellen zusammen.

Website: www.sesj.ch

 Interview Tages-Anzeiger vom 23.05.2017 mit Giuliana Lamberti, Projektleiterin und Beraterin

 Broschüre S.E.S.J.